Ruf zum wahren Glauben an Gott

1 Sep

26. AUG. 2018: 21. SONNTAG IM JAHRESKREIS
Thema: Ruf zum wahren Glauben an Gott
1. Jos 24,1–2a.15–17.18b: Entscheidet ihr euch heute, wem ihr dienen wollt
2. Ps 34, 2–3.10–15 R: Kostet und seht, wie gütig der Herr ist!
3. Eph 5,21–32: Christus und seine Liebe als die eigentliche Norm der Ehe
4. Joh 6,60–69: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.
Ziel:Entscheiden wir uns für den wahren Gott, um in diesem Glauben im Licht Christi in der Familie zu leben.
Einführung
Liebe Schwestern und Brüder, die heutige Liturgie ruft uns zur Entscheidung auf für den wahren Gott. Wir sind frei, uns zu entscheiden entweder für die Götter dieser Welt oder für den wahren Gott, der uns das Heil, Wohlstand und das Leben schenkt. Wer sich für den christlichen Glauben entscheidet, der soll diesen wahren Glauben in der Ordnung der Familie und der Kirche leben.

A. Entscheidung für den wahren Gott
Liebe Schwestern und Brüder, die heutige erste Lesung aus dem Buch Josua handelt von einem Ruf Josuas an das Volk Israel, das in das verheißene Land Kanaan gekommen ist. Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs hat dieses Volk aus Ägypten geführt und von der Sklaverei durch Wundertaten befreit. Mose und später Josua begleiten das Volk Israel nach Kanaan. Dieses Land war sehr fruchtbar. Es herrschte dort eine Agrarkultur mit dem Baal-Kult. Als sich das Volk Israel in Kanaan befand, kamen viele in Versuchung, den Gott der Väter zu verlassen und die neuen Götter in Kanaan anzunehmen. Einige waren in Versuchung, die früheren Götter, die Abraham verlassen hatte, wieder anzunehmen. Sobald das Volk aus Ägypten in die Freiheit gekommen war, vergaß es den wahren Gott. Josua, der den Geist Mose geerbt hatte, rief alle Leute des Volkes Israel mit den Ältesten Israels, mit seinen Oberhäuptern, Richtern und Listenführern vor Gott zusammen. Sie mussten alle eine Lebensentscheidung treffen: für den wahren Gott, den Gott ihrer Väter, oder für die Götter Kanaans oder von jenseits des Jordans. Josua aber gab ihnen bekannt, dass er und seine Familie dem wahren Gott die Treue halten werden. Das ganze Volk erkannte, dass es in die Irre gegangen war, und sagte: „Auch wir wollen dem Herrn dienen, denn er ist unser Gott.“ Das ganze Volk beschloss, den Geboten Gottes, wie sie von Mose gegeben worden waren, nachzufolgen. Liebe Schwestern und Brüder, die heutige erste Lesung fordert uns auf zu einer Entscheidung für den wahren Gott. Es gibt viele Götter unter uns: den Gott des Wohlstands, den Gott des Kapitalismus, den Gott der falschen Freiheit, den Gott der Selbstverwirklichung, den Gott der individuellen Unabhängigkeit. Es gibt auch die Götter jenseits unserer deutschen Kultur: die Götter von esoterischen Religionen; die Götter der Satanischen Kultur, die durch die virtuelle Welt des Internets verbreitet ist. Liebe Schwestern und Brüder, wir sind heute aufgerufen zu entscheiden, wem wir gehören. Gehören wir den falschen Göttern, oder gehören wir dem wahren Gott, der uns aus der Sklaverei unserer Sünde befreit hat und uns das ewige Leben verspricht?

B. Du hast Worte des ewigen Lebens
Liebe Schwestern und Brüder, das heutige Evangelium ruft uns dazu auf, eine Entscheidung für oder gegen Jesus zu treffen. Jesus ist das einzige Brot des Lebens. Letzten Sonntag haben wir gehört: Wer sein Fleisch isst und sein Blut trinkt, der hat das ewige Leben in ihm. Wer Jesus nicht annehmen will als unser wahres Brot und unseren wahren Trank, der darf auch weggehen. Viele haben die Nachfolge Jesu verlassen, weil sie ihn nicht verstanden haben oder ihn einfach nicht verstehen wollten. Jesus hat den Menschen die Wahrheit gesagt: Erlösung ist nur möglich durch ihn. Erlösung ist den Menschen nur möglich, wenn die Menschen seine Opfergabe am Kreuz als eine Erlösungsopfergabe bekennen und danach am Eucharistiemahl teilnehmen. Wer das nicht will, kann auch weggehen, aber er wird durch diese Entscheidung das ewige Leben verlieren. Liebe Schwestern und Brüder, unsere Religion, das Christentum, ist keine Zwangsreligion. Wir könen uns frei entscheiden, wie unsere zukünftige Existenz sein soll. Jesus aber will an unser Gewissen appellieren und fragt uns: Willst auch du weggehen ? Willst Du dich gegen das ewige Leben entscheiden ? Der Apostel Petrus hat die richtige Antwort: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ Wer von Jesus weggeht, der geht ins Nichts, weil alle durch ihn erschaffen wurden. Ohne Jesus ist es nicht möglich, ein sinnvolles Leben zu führen. Jesus ist gekommen, damit wir das Leben haben und es in Fülle haben. Wer sich gegen Jesus entscheidet, kann bestenfalls ein desorientiertes Leben führen: ein Leben ohne Sinn, ein Leben ohne Hoffnung, ein Leben, das oft in die Absurdität führt. Wir sind alle aufgerufen, mit Petrus zu bekennen, dass Jesus wirklich der Sohn des lebendigen Gottes ist, der gekommen ist, uns Menschen das ewige Leben zu schenken.

C. Unseren Glaube an Jesus in der Familie und in der Kirche leben
Liebe Schwestern und Brüder, wer an Jesus glaubt, soll auch glauben, dass Jesus unser Herr ist. Jesus ist der Herr der Gemeinschaft der Gläubigen, der Kirche. Der heilige Paulus sagt, dass Christus nicht nur unser Herr ist, sondern auch das Haupt der Kirche, und dass alle Gläubigen Glieder des Leibes Christi sind. Wie das Haupt der Sitz der Ordnung des ganzen Menschen ist, so ist auch Christus das Haupt der Kirche. Diese Ordnung der Kirche erfährt man zuerst in der Familie. Die Familie ist die erste Kirche für alle, die an Jesus glauben. Die Kirche hatte am Anfang keinen anderen Ort als die Familien, bei denen die Gläubigen sich versammelten, um die Eucharistie zu feiern. In der heutigen zweiten Lesung sagt der heilige Paulus: Der Mann ist das Haupt der Familie, und die Frau ist der Leib. Das ist zu verstehen im Licht des Lebens mit Christus. Ohne Christus im Mittelpunkt der Familie kann keine christliche Familie bestehen. Christus selber ist Liebe. In der Familie, besonders zwischen Mann und Frau, soll die Liebe Christi herrschen. Ohne diese Liebe Christi ist echte Liebe zwischen Mann und Frau ohne dauerhaftes Fundament. Viele Ehescheidungen heute rühren daher, dass Jesus keinen Platz gehabt hat im Leben der Eheleute. Nur Jesus kann die Ehe stabil machen, weil er nicht nur die Liebe ist, sondern auch die Macht hat, den Eheleuten das ewige Leben zu schenken. Durch Jesus werden Mann und Frau ihr Leben einander als Hingabe schenken. In dieser Ehebindung wird es keine Frage geben, wer von beiden das Haupt ist, wer der Größte ist, wer wichtiger ist. Durch das Ehesakrament sind Mann und Frau nicht mehr zwei Menschen, sondern nur noch ein Mensch. Der Mann liebt sich in seiner Frau, die Frau liebt sich in ihrem Mann. In dieser Familie wird es einen festen Glauben an Jesus geben, und die Eheleute werden diese Liebe zu Jesus ihren Kindern schenken.
Liebe Schwestern und Brüder, heute sind wir so sehr wie niemals vorher aufgerufen, die Würde des Mannes und der Frau in der Familie zu bekennen. Wir sind besonders aufgefordert, die falsche feministische Emanzipationsideologie abzulehnen und die wahre Emanzipation der Frauen im Licht Christi zu bekennen. Dass ein Ehemann seine Frau liebt wie sich selbst, bedeutet, dass eigentlich die Frau in der Familie den höchsten Platz hat. Die Frau ist nicht nur Mutter des Lebens in der Familie, sie ist auch Mutter des Glaubens.
Liebe Schwestern und Brüder, heute sind wir aufgerufen zu bekennen, dass wir oft falsch gehandelt haben, dass wir oft den wahren Gott verlassen haben, dass wir oft in unseren Familien nicht Christus den Vorrang gegeben haben. Jetzt sollten wir uns entscheiden für den wahren Gott und im Licht Christi diesen Glauben in unserer Familie leben.

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Eucharistie als Sakrament das den Christen das ewige Leben schenkt

1 Sep

19. AUG 2018: 20. SONNTAG IM JAHRESKREIS
Thema: Eucharistie als Sakrament. das den Christen das ewige Leben schenkt
1. Spr 9.1–6 Das Mahl der Weisheit
2. Ps 34, 2–3.10–15 R: Kostet und seht, wie gütig der Herr ist!
3. Eph 5,15–20 Lebt im Licht Christi!
4. Joh 6,51–58 Jesu Fleisch und Blut schenkt uns das ewige Leben.
Ziel:Wir sollen das Fleish und Blut Jesu zu uns nehmen, um das ewige Leben zu erlangen..
Einführung
Liebe Schwestern und Brüder, in der heutigen Liturgie steht das Sakrament der Eucharistie, das Sakrament des Leibes und Blutes Jesu Christi, im Mittelpunkt. Dieses Sakrament ist das Brot des Lebens für Christen. Es ist das Mahl der Weisheit Gottes. Wer dieses Sakrament zu sich nimmt. lebt im Licht Christi und hat schon das ewige Leben in sich. Wir sind also eingeladen, am Sakrament der Eucharistie, des Leibes und Blutes Christi, teilzunehmen, um das ewige Leben zu erlangen.

A. Die Eucharistie schenkt den Christen schon das ewige Leben
Liebe Schwestern und Brüder, im Sakrament der Eucharistie nehmen wir teil am Leib und am Blut Christi. Wir essen sein Fleisch, und wir trinken sein Blut. Wir nehmen teil an Christi Opfer am Kreuz, wo er sein Leben für die Welt hingegeben hat. Durch das Kreuz hat er die Welt wieder mit Gott versöhnt. Sein Opfer am Kreuz hat dem Vater wohlgefallen, und durch dieses Opfer wurde die ganze Welt geheilt. Diese Heilung geschieht aber nicht automatisch. Man muss wirklich am Mahl des Fleisches und Blutes Christi teilnehmen, um die Wirkung von Jesu Opfer zu erhalten. Deshalb sagt Jesus im heutigen Evangelium: Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben (Joh 6,54). Das ewige Leben gehört Christus. Er selber macht uns ewig, wenn wir ihn essen und trinken. Dann wird er in uns bleiben und wir in ihm. Seine Gegenwart in uns ist schon ein Teil des ewigen Lebens, weil Jesus selber das ewige Leben ist. In der Eucharistiefeier werden sein Fleisch und sein Blut in das Brot des Lebens verwandelt. Wie das geschieht, ist das Geheimnis des Sakramentes der Eucharistie. Liebe Schwestern und Brüder, ein Sakrament nach unseren Glauben ist das sichtbare Zeichen, das die unsichtbare Gnadenwirkung Gottes zeigt. Dass Brot und Wein in der Eucharistiefeier in Jesu Leib und Blut verwandelt werden, können wir mit unseren Augen nicht sehen, sondern als Christen nur glauben. Jesus hat uns sein Leben als Fleisch und Blut als Opferspeise gegeben, und in der Eucharistie erhalten wir sie in der Gestalt von Brot und Wein, als das Brot, das uns das ewige Leben schenkt.

B. Eucharistie als das Mahl der Weisheit
Liebe Schwestern und Brüder, die Juden fragen im heutigen Evangelium Jesus, wie man sein Fleisch und Blut essen könne. Für viele war diese Sprache unerträglich, weil das für sie hieß: Um das ewige Leben zu erlangen, musste man Jesus töten und sein Fleisch essen und sein Blut trinken. Die Juden sollten aber nach Gottes Gebot keinen Menschen töten und sein Fleisch essen. Auch die Toten sollten nicht gegessen werden, sondern würdig bestattet werden. Bis heute ist Kannibalismus nicht erlaubt. Wenn Jesus also sagte, dass sein Fleisch und sein Blut das Brot des Lebens seien, dann war das für die Zuhörer töricht. Aber Jesu Worte waren anders gemeint. Er meinte seine Opfergabe am Kreuz. Jesus hatte nicht gelogen, aber die Juden konnten nicht wissen, was er mit seiner Rede sagen wollte. Die heutige erste Lesung ist eine Einladung zum Mahl der Weisheit. Gott selber will ein Mahl vorbereiten, das man nicht zu bezahlen braucht, sondern man soll nur kommen, um zu essen und zu trinken. Wer von diesem Mahl isst und trinkt, wird die Torheit dieser Welt ablehnen und die Weisheit Gottes annehmen. So sollen wir die Euchristie verstehen, in der Jesus, die Weisheit Gottes, uns das Mahl bereitet. In diesem Mahl offenbart sich uns Jesus. Und dadurch sind wir in die Lage, mit den Augen unseres Glaubens zu verstehen, was in der Eucharistie geschieht: dass wir mit Brot und Wein Jesu Leib und Blut zu uns nehmen. Liebe Schwestern und Brüder, in der heutigen ersten Lesung heißt es: Wer am Mahl der Weisheit teilnimmt, der wird den Weg zum Leben finden. Auch Christus hat uns zu einem Mahl eingeladen. Wer zu ihm kommt, der wird den Weg zum ewigen Leben finden.

B. Wer an der Eucharistie teilnimmt, soll im Licht Christi leben.
Liebe Schwestern und Brüder, der heilige Paulus sagt uns in der heutigen zweiten Lesung, dass wir in bösen Tagen leben. Schwer ist es für viele Menschen, nach den Geboten Gottes zu leben. Schwer ist es für viele Menschen, das Geheimnis der Eucharistie zu bekennen. Auch viele von uns glauben vielleicht nicht, dass in diesem Sakrament Jesus in seinem Leib und Blut gegenwärtig ist. Wie sollen die Christen in unserer Zeit leben ?
Liebe Schwestern und Brüder, wir sollen sorgfältig darauf achten, wie wir unser Leben führen. Wir sollen die Zeit nutzen, um den Willen Gottes zu erfüllen. Heute gibt es viele falsche Propheten, falsche Lehren, falsche Ideologen. Wir sind heute eingeladen, die Zeit gut zu nutzen, um die Wahrheit vom Irrtum zu unterscheiden. Wir sind eingeladen, uns darauf einzulassen, dass der Heilige Geist uns erfüllt und dass wir nicht vom Rausch des Weins erfüllt werden. Wir sollen wach bleiben, um Gottes Willen zu erforschen und danach zu handeln. Der heilige Paulus wünscht, dass wir uns oft zur Liturgiefeier versammeln, wo wir das Dankgebet feiern mit Psalmen, Hymnen und Liedern. Liebe Schwestern und Brüder, Paulus will betonen, dass der Glaube an Gott dort lebendig bleiben wird, wo Christen zusammen beten. Unser gemeinsames Beten in der Kirche oder in der Familie ist ganz wichtig, um diese böse Zeit unserer Tage zu überwinden. Denn wo zwei oder drei versammelt sind, dort ist auch Christus anwesend. Liebe Schwestern und Brüder, Christus ist nicht nur unter uns in Gestalt von Brot und Wein, sondern auch, wenn wir versammelt sind im Gebet. Paulus will auch betonnen, dass Christen in unserer Zeit einen bestimmten Lebensweg oder Lebensstil halten sollen, der ihnen helfen soll, die Verwirrung des Bösen in unserer Zeit zu überwinden.
Wenn wir häufig das lebendige Brot der Eucharistie empfangen, wenn wir mit Weisheit den Willen Gottes befolgen, wenn wir bereit sind, zusammen zu beten, dann wird Jesus bei uns bleiben und uns das ewige Leben schenken.

Mariä Himmelfahrt ist uns ein Zeichen der Hoffnung und des Trostes auf unserem Weg in den Himmel

1 Sep

15. AUGUST 2018: MARIÄ AUFNAHME IN DEN HIMMEL (+H)
Thema: Mariä Aufnahme in den Himmel ist Ausdruck des Glaubens an die Auferstehung des Leibes.
1. Offb 11,19a; 12,1–6a.10ab: Die Frau Maria ist die Messiasmutter
2. Ps 45,10–12.16: R: Selig bist du, Jungfrau Maria, du thronst zur Rechten des Herrn.
3. 1 Kor 15,20–27a: Christus ist der Erste der Entschlafenen, der von den Toten auferweckt worden ist. Dann ist eine Reihenfolge
4. Lk 1,39–56: Selig ist Maria, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.
Ziel:. Mariä Himmelfahrt ist uns ein Zeichen der Hoffnung und des Trostes auf unserem Weg in den Himmel.
Einführung
Liebe Schwestern und Brüder, heute feiern wir das Hochfest Mariä Himmelfahrt. Wir bekennen damit unseren Glauben an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel. Es ist unser Glaube als Katholiken, dass die unbefleckte, allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde (Papst Pius XII, 1.Nov 1950). Maria ist in den Himmel aufgefahren mit Leib und Seele, weil sie Mutter des Messias Jesus Christus war. Sie wurde nach ihrem Sohn als Zweite von der Macht des Todes befreit. Für uns Christen ist das Fest Mariä Himmelfahrt ein Zeichen der Hoffnung und des Trostes auf unserem Weg in den Himmel.

A. Maria als Mutter des Herrn konnte nicht sterben
Liebe Schwestern und Brüder, das Hochfest Mariä Himmelfahrt ist gegründet auf die Würde Mariens als Mutter Jesu. Ihr Sohn Jesus hat den Tod besiegt und hat die Herrschaft im Himmel angetreten. Die erste Lesung aus dem Buch der Offenbarung handelt von einem Kampf im Himmel zwischen der Macht Gottes und der Macht des Bösen. Gott konnte die Macht des Bösen nur durch seinen Sohn Jesus Christus überwinden, der von Maria geboren werden sollte. Die Mächte des Bösen in der Figur des Drachens wollten das Gotteskind töten, als es geboren wurde. Gott aber kam und rettete das Kind und beschützte auch seine Mutter. In dieser Lesung ist es wichtig zu betonen, dass Maria mit ihrem Kind der Macht des Todes entrissen wurde. Beide wurden vom Tod errettet. Sie mussten nicht die Macht des Todes erfahren.
In diesem Kampf ist Jesus, das Kind Mariens, der Sieger. Er wird im Himmel mit Macht gekrönt. Seine Herrschaft bedeutet selbstverständlich auch Herrschaft über die Macht des Todes.
Maria ist nicht nur Mutter ihres Kindes Jesus. Maria hat, wie wir in der ersten Lesung gehört haben, 12 Sterne auf ihrem Kopf. 12 ist die Zahl für die 12 Stämme Israels. Jesus wird 12 Menschen als seine Apostel auswählen – als Zeichen für die neuen Stämme Israels. Maria ist also nicht nur die Mutter des Messias, Maria ist auch die Mutter des neuen Volkes Gottes, des neuen Israels: der Kirche. Wie Maria das Kind Jesus in ihrem Leib getragen hat, so trägt Maria die ganze Kirche auf ihrem Kopf. Nach ihrem Sohn Jesus nimmt Maria die zweite Stelle in unserer Erlösungsgeschichte ein. Sie ist sozusagen die Erlöserin, weil es ohne sie kein Kind Jesus gäbe, das unser Messias ist. Es ist also kein Wunder, dass nach der Lehre unserer Kirche Gott Maria von der Erbsünde befreit hat. Dadurch wurde Maria darauf vorbereitet, Mutter des Herrn zu werden. Nur Maria wurde wegen ihrer Rolle in unserer Erlösungsgechichte von der Erbsünde befreit. Und deshalb konnte sie auch nicht sterben. Der Tod kam durch die Sünde Adams, aber durch Christus sind alle lebendig gemacht, so haben wir in der zweiten Lesung gehört. Maria bekam die Gnade, Mutter des Herrn zu werden, Und deshalb hat der Tod keine Macht über sie. Maria ist einfach eingeschlafen und wurde in den Himmel aufgenommen.

B. Maria glaubte, was ihr Gott sagen ließ
Liebe Schwestern und Brüder, im heutigen Evangelium haben wir gehört: Maria ist die Gesegnete unter allen Frauen. Dieser Titel Mariens wurde Elisabeth offenbart durch den Heiligen Geist. Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt, als sie Maria grüßte, weil Maria Jesus, den Sohn Gottes, in ihrem Schoß trug. Elisabeth erkannte diese Würde Mariens. Und sie erkannte auch, dass es der Herr war, den sie in ihrem Leib trug. Gleichzeitig war das auch ihr Herr. Das Kind Jesus ist im Schoß Mariens noch nicht einen Monat alt, und trotzdem erkannte es Elisabeth als ihren Herrn. Liebe Schwestern und Brüder, die Kinder im Schoß ihrer Mütter sind bereits wahre Menschen und haben Menschenwürde, auch wenn sie nur weniger als einen Monat alt sind. So hat auch Elisabeth das Kind Jesus im Mutterschoß als wahren Mensch erkannt. Elisabeth pries Maria nicht nur deswegen, weil sie das Kind Jesus in ihrem Leib trug, sondern vor allem, weil Maria an das glaubte, was ihr Gott sagen ließ. Die Würde Mariens kommt zurest von ihrem Glauben an das Wort Gottes. Maria hat das Ja zu Gottes Wort gesagt, das ihr der Engel Gabriel überbrachte. „Ich bin die Magd des Herrn“, sagte Maria zum Engel Gabriel. Eine Magd ist bereit, das zu tun, was ihr der Herr sagt. So hat sich Maria verhalten. Durch diesen Glauben Mariens ist eine neue Zeit in der Menschheitsgeschichte angebrochen. Das Wort Gottes ist Fleisch geworden und hat unter uns gelebt. Gott ist Mensch geworden, um die Menschen von der Macht des Todes zu befreien. Durch den Glauben Mariens wurde für uns sündige Menschen das Tor zum Himmel geoffnet: in dem Moment, als Ihr Sohn Jesus von den Toten auferweckt wurde und in den Himmel aufgefahren ist.

C. Ich glaube an die Auferstehung der Toten
Liebe Schwestern und Brüder, das Hochfest Mariä Himmelfahrt steht gegen den Zeitgeist unserer Tage, in denen radikaler Materialismus herrscht. Es ist erstaunlich, dass viele Menschen, auch einige Katholiken, nicht an das Leben nach dem Tod glauben. Das Leben nach dem Tod scheint für viele Utopie zu sein. Für sie besteht unser Körper aus Wasser und verschiedenen chemischen Elementen und arbeitet wie eine komplizierte Maschine. Sie sehen den Tod als das Versagen, als den Zusammenbruch dieser Maschine. Viele verstehen nicht, dass unser Leib nach dem Tod noch wertvoll ist. Wir Christen glauben, dass unser Leib eine Wohnung des Heiligen Geistes gewesen ist und so behandelt werden sollte: Er sollte mit Würde in der Erwartung der Auferstehung der Toten bestattet werden. Unser Leib ist nach dem Tod nicht als Müll oder Abfall zu verstehen. Als Christen glauben wir: Unser Leib erwartet die Auferstehung, wenn die Seele wieder mit dem verwandelten Leib vereint wird. Wenigstens jeden Sonntag bekennen wir in der heiligen Messe in unserem Glaubensbekenntnis die Auferstehung der Toten. Unsere Liebe Frau Maria ist die erste der Nachkommen Adams, die mit Leib und Seele in den Himmel aufgefahren ist. Wir haben auch an das Wort Gottes durch die Taufe geglaubt. Durch die Taufe wurden wir von der Erbsünde befreit. Als Christen sind wir auf dem Weg, der uns zum Himmel führt. Das Fest Mariä Himmelfahrt drückt diesen Glauben an die Auferstehung der Toten aus und ist uns also ein Zeichen der Hoffnung und des Trostes auf unserem Weg in den Himmel.

Wir Christen sollen aus dem Geist der Taufe leben, um das ewige Leben zu erlangen

1 Sep

12. AUG. 2018, 19. SONNTAG IM JAHRESKREIS
Thema: Jesus ist das Brot, das den Hunger des Lebens stillt
1. 1 Kön 19,4–8: Gott stärkt Elija für seinen Weg
2. Ps 34,2–9: R: Kostet und seht, wie gütig der Herr ist.
3. Eph 4,30–5,2 Aus dem Geist der Taufe leben!
4. Joh 6,41–51: Jesus ist das Brot des Lebens
Ziel:. Wir Christen sollen aus dem Geist der Taufe leben, um das ewige Leben zu erlangen..
Einführung
Liebe Schwestern und Brüder, wir Christen sind auf dem langen Weg zum Vater im Himmel. Um unser Ziel zu erreichen, brauchen wir das Brot des Lebens. Nur Jesus kann uns dieses Brot schenken. Um dieses Brot zu erhalten, sind wir heute eingeladen, aus dem Geist der Taufe zu leben.

A. Gott stillte den Hunger Elijas auf dem Weg zum Gottesberg Horeb
Liebe Schwestern und Brüder, der Weg zu Gott ist ein lebenslanger Weg. Es ist ein Weg, auf dem man keine Kompromisse mit dem Bösen machen soll. Es ist ein Weg, auf dem man Verfolgung erwarten kann. Es ist ein Weg, auf dem man aus dieser Welt fliehen und allein ins Wüstenland gehen muss: wie der Prophet Elija, der keinen Kompromiss mit dem Baal-Kult geschlossen hatte und der gegen die Untreue des Volkes Israel gekämpft hatte. Wie Elija ist jeder Mensch, der an Gott glaubt und ihm die Treue hält, oft einsam. Ein solcher Mensch wird sich müde fühlen. Er wird sich verlassen fühlen. Er wird auch an seinem Glauben zweifeln. Aber Gott wird nie die verlassen, die an ihn glauben. In der Zeit, in der ein Mensch sich komplett hilflos fühlt, kommt Gott ihm zu Hilfe. Der Prophet Elija war an einen Punkt gekommen, wo er sich nicht mehr selbst helfen konnte. Er wollte sterben. Er murrte aber nicht gegen Gott. Gott sah Elija sterbend an Hunger, Durst und Müdigkeit in der Wüste. Und er kam ihm zu Hilfe. Gott stillte den lebensbedrohenden Hunger und Durst mit Brot und Wasser vom Himmel. Elija sollte wenigstens zweimal essen und trinken, um die fehlende Energie zu bekommen. Gott erinnerte Elija daran, dass der Weg zum Gottesberg Horeb sehr lang sein würde. Der Gottesberg Horeb war der Ort des Treffens zwischen Gott und Mensch, der Ort des wahren Glaubens an Gott. Elija musste genug essen, um diesen Weg zu schaffen. Liebe Schwestern und Brüder, die heutige erste Lesung will uns sagen: Derjenige, der an Gott glaubt, wird nie von ihm im Stich gelasssen ; wer an Gott glaubt, wird nicht sterben.

B. Jesus ist das Brot des Lebens
Liebe Schwestern und Brüder, Jesus ist der neue Elija. Er kam, um die Untreue der Menschen zu bekämpfen. Er machte keine Kompromisse mit dem Bösen. Jesus rief die Menschen zur Umkehr auf und befreite viele vom Unheil und vom Bösen. Jesus wurde wie Elija verfolgt, und er wurde sogar getötet, aber am dritten Tag ist er vom Tod auferstanden. Durch die Auferstehung hat Jesus die Macht des Todes überwunden und die Menschen vom ewigen Tod befreit. Deshalb kann Jesus zu uns im heutigen Evangelium sagen: Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben. Durch sein Opfer am Kreuz hat uns Jesus seinen Leib und sein Blut als Nahrung gegeben. Jesus ist das Brot des Lebens. Wer seinen Leib isst und sein Blut trinkt, der wird nicht sterben. Jesus wird ihn auferwecken am Letzten Tag.
Liebe Schwestern und Brüder, der Leib Christi und das Blut Christi sind die eucharistische Nahrung für alle Menschen, die an Jesus glauben. Diese Nahrung sollen wir nicht nur einmal zu uns nehmen, sondern möglichst oft. Gott sagte zu Elija: Der Weg nach Horeb ist sehr lang. So ist auch unser Weg zum Letzten Tag sehr lang. Wer aber an Jesus glaubt und das Brot des Lebens isst, der wird genug Energie haben, um an das Ziel des ewigen Lebens zu gelangen. Die Frage ist: Was sollen wir tun, um dieses Brot zu bekommen ?

C. Leben wir aus dem Geist der Taufe
Liebe Schwestern und Brüder, wir sind alle eingeladen, uns immer bereit zu halten, um das Brot des Lebens zu empfangen. Der heilige Paulus ruft uns in der heutigen zweiten Lesung dazu auf, aus dem Geist der Taufe zu leben. Er mahnt uns, den Heiligen Geist Gottes nicht zu beleidigen. Wir tragen das Siegel des Heiligen Geistes für den Tag der Erlösung. Wir sollen aus unserer Mitte jede Art von Bitterkeit, Wut, Zorn, Geschrei, Lästerung und alles Böse verbannen. Wir sollen zueinander gütig und barmherzig sein. Wir sollen einander vergeben, weil auch Gott uns durch Christus vergeben hat. Diese Mahnung des heiligen Paulus entspricht dem Geist der Taufe, die wir empfangen haben. Wer aus diesem Geist der Taufe lebt, der darf auch das Brot des Lebens erhalten. Liebe Schwestern und Brüder, der Empfang des Leibes und Blutes Christi soll uns Kraft schenken auf unserem Weg zum ewigen Leben.

Ernährt von Eucharistie, sollen wir in Gerechtigkeit den Hungernden das Brot des Lebens schenken.

1 Sep

5. AUG 2018 : 18. SONNTAG IM JAHRESKREIS
Thema: Gott ernährt den Hungernden
1. Ex 16,2–4.12–15 Brot vom Himmel
2. Ps 78,3–4.23–25.54–55 R: Brot vom Himmel gab er ihnen.
3. Eph 4,17.20–24 Der alte und der neue Mensch:Ein neues Leben in Gerechtigkeit und Heiligkeit führen.
4. Joh 6,24–35 Anfang der Rede über das Himmelsbrot in der Synagoge von Kafarnaum
Ziel:Ernährt von Eucharistie, sollen wir in Gerechtigkeit den Hungernden das Brot des Lebens schenken.
Einführung
Liebe Schwestern und Brüder, die heutige erste Lesung und das Evangelium handeln von Hunger. Alle Menschen brauchen Speise nicht nur für den Leib, sondern auch für die Seele. Wir werden heute hören: Gott im Alten Testament und Jesus im Neuen Testament sättigen die Hungernden. Wer von Gott gesättigt wird, der soll ein neues Leben führen. Wir Christen nehmen teil am Leib und am Blut Christi in der Eucharistie. Und deshalb sollen wir ein neues Leben in Gerechtigkeit führen und den Hungernden das Brot des Lebens schenken.
A. Hungersnot ist eine Realität in vielen Ländern der Welt.
Liebe Schwestern und Brüder, Hungersnot ist nicht nur eine Realität der Vergangenheit, sondern auch ein gegenwärtiges Problem. In der heutigen ersten Lesung schenkte Gott den hungrigen Israeliten Nahrung, als sie in der Wüste waren. In der Wüste ist fast kein Wasser zu finden. Es gibt keine Möglichkeit, sich Nahrungsmittel zu beschaffen. So ist es in vielen Ländern, die an Trockenheit leiden. In der Wüste fühlten sich die Israeliten hilflos, und sie murrten gegen Mose und gegen Gott. Wenn Menschen hungrig sind, vergessen sie alles, was früher gut und schön war. Hunger macht Menschen nicht nur unzufrieden, sondern Hunger kann auch Menschen zum Zweifel an ihrem Glauben bringen. Die Israeliten wollten zurück in die Sklaverei nach Ägypten ziehen, wo sie viel zu essen hatten. Sie hatten vergessen, dass Gott für sie schon viele Wünder getan hatte, als sie aus der Sklaverei in Ägypten befreit worden waren. Hunger beschädigt die Menschenwürde. Gott, der die Israeliten liebt, schenkt ihnen in der Wüste Brot vom Himmel – wie wir in der heutigen ersten Lesung gehört haben. Und am vorigen Sonntag haben wir im Evangelium gehört: Gottes Sohn Jesus sättigt die Hungernden durch Brotvermehrung.
Heute ist Hungersnot noch eine Realität in vielen Ländern der Welt. Viele Familien in Afrika, Asien und Lateinamerika können sich nicht selbst ernähren. Schuld in einigen Gebieten der Welt ist Krieg. In anderen Gebieten Dürre und Trockenheit. Und für andere Menschen einfach Armut. Alle diese Menschen brauchen Brot. Ihr Leben ist in Gefahr. Es gibt Hunger auch dort, wo für viele Menschen Überfluss herrscht. Viele Menschen haben keine Freunde. Viele Menschen sind einsam. Es gibt Menschen ohne Hoffnung, und sie begehen deshalb Selbstmord. Viele Menschen sehnen sich nach guter Gesundheit. Viele Menschen fragen auch nach dem Sinn des Lebens. Sie sind unsicher nicht nur in ihrem Glauben an Gott, sondern zweifeln auch an der ganzen politischen und sozialen Ordnung. Wer wird ihnen zu essen geben – nicht nur für ihren Leib, sondern auch für ihre Seele?

B. Jesus ist das Brot des Lebens
Liebe Schwestern und Brüder, das heutige Evangelium will uns lehren, dass nur Jesus unseren Hunger stillen kann, dass nur Jesus unsere Suche nach Erfüllung des Lebens befriedigen kann. Jesus selber sagt, dass Er das Brot vom Himmel ist. Gott hat Jesus als Brot der Welt geschenkt. Er ist das Brot, das man isst und anschließend nie mehr Hunger hat. Das alttestamentarische Brot vom Himmel schenkte den Israeliten keine ewige Sättigung. Jesus selber aber ist der Eine, durch den wir alle erschaffen sind. Ohne ihn konnen wir nicht existieren. Nur durch ihn können wir existieren. Jesus will uns sagen: Unsere Suche nach irdischem Brot ist nur ein Zeichen der tiefen Suche nach dem Leben, das bleibt – nach dem ewigen Leben. Nur Jesus kann uns das ewige Leben schenken.
Jesus allein also wird unsere Bedürfnisse sättigen, wenn wir ihn suchen und an ihn glauben. Wer an Jesus glaubt, wird auch das tun, was Jesus getan hat. Jesu Tod am Kreuz war das Opfer, das Gott gefällt. Durch dieses Opfer hat Jesus seinen Gehorsam gegenüber seinem Vater gezeigt. Durch seinen Tod am Kreuz haben wir Menschen das Leben in Fülle. Durch seinen Tod am Kreuz sind wir Menschen vom ewigen Tod befreit. Wir dürfen das ewige Leben erlangen, wenn wir mit Jesus verbunden sind.

C. Christen sollen sich um die Gerechtigkeit kümmern
Liebe Schwestern und Brüder, unser Gott ist ein gerechter Gott. Unser Gott ist ein barmherziger Gott. In der Geschichte Israels hat Gott die Hungernden gesättigt. Jesus selber hat vielen Menschen zu essen gegeben. Christsein bedeutet, dass wir an Gott glauben und an seinen Sohn Jesus Christus. Christsein bedeutet, dass wir auch Gottes Gerechtigkeit und Barmherzigkeit teilen sollen. Der heilige Paulus fordert uns in der heutigen zweiten Lesung auf, ein neues Leben zu führen – ein Leben in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. Er fordert uns auf zur Nächstenliebe. Christen sollen nicht als Heiden leben. Sie sollen ein Leben führen, das zeigt, dass sie an Christus glauben. Ein Leben, das zeigt, dass sie durch die Taufe ein neues Leben von Christus bekommen haben. Dieses neue Leben ist erkennbar an den guten Taten der Nächstenliebe. Diese guten Taten werden auch Taten der Barmherzigkeit genannt. Wir sind besonders heute eingeladen, den Hunger der Hungrigen zu stillen. Viele Menschen haben Hunger nach irdischem Brot. Sie brauchen unsere materielle Unterstützung. Menschen haben aber auch Hunger nach geistlichem Brot. Auch sie brauchen unsere Hilfe, um ihren Glauben zu stärken. Menschen haben Hunger nach Gerechtigkeit Sie fühlen sich ausgegrenzt, sie fühlen sich unterdrückt. Es muss unsere Pflicht sein, um Gerechtigkeit in der ganzen Welt, besonders um die soziale Gerechtigkeit, zu kämpfen. Viele Menschen haben kein Zuhause, viele sind obdachlos. Es gibt viele Menschen, die krank sind. Es gibt Menschen, die einsam sind. Alle diese bitten um unsere Hilfe. Alle diese möchten auch ein erfülltes Leben führen. Der heilige Paulus fordert uns auf, den neuen Menschen anzuziehen, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. Wir werden gerecht sein, wir werden heilig sein, wenn wir die guten Taten der Barmherzigkeit tun.

Gute Hirten für Gottes Volk stiften Versöhnung und Frieden

26 Jul

22. JULI 2018 , 16. SONNTAG IM JAHRESKREIS

Thema: Gute Hirten für Gottes Volk stiften Versöhnung und Frieden
1. Jer 23,1–6 Weh den schlechten Hirten – Gott verspricht seinen Volk einen guten Hirten vom Davidspross
2. Ps 23,1–6 R: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
3. Eph 2,13–18 Einheit (von Juden und Heiden) in Christus.
4. Mk 6,30–34 Jesus, der gute Hirte, kümmert sich um seine Schafe.

Ziel:. Wir sind eingeladen, wie Jesus gute Hirten zu werden und Frieden in der Welt zu stiften.

Liebe Schwestern und Brüder, die heutige Liturgie handelt von den guten Hirten für Gottes Volk. Gute Hirten sollten sich um ihre Schafe kümmern, sie zusammenhalten, auf die gute Weide führen und sie schützen. Wir sind eingeladen, gute Hirten zu werden und Frieden und Versöhnung in der Welt zu stiften.

A. Schlechte Hirten
Liebe Schwestern und Brüder, die Figur eines Hirten ist vielleicht nicht so bekannt für manche von uns, aber den Bauern ist sie vertraut. Die Schafe brauchen einen Hirten, der sie auf die Weide führt, der sie zum Wasser bringt und am Abend zurück in den Stall leitet, wo sie sicher sind. Ein guter Hirt wird sich um jedes Schaf kümmern: dass es genug Futter hat und dass es gesund ist. Ein guter Hirt wird sich um seine Schafe kümmern: dass sie nicht von Wölfen und von anderen Feinden getötet werden. Er achtet darauf, dass die Schafe zusammen auf die Weide gehen und Gras fressen und dass kein Schaf verloren geht.
Die Hirtenfigur wird in der Bibel oft verwendet, sie bezeichnet den Leiter des Gottesvolkes Israel. Die Hirten des Gottesvolkes waren meistens politische Machthaber und religiöse Machthaber.
In der heutigen ersten Lesung beklagt der Prophet Jeremia die schlechten Hirten Israels. Er sagt: „Ihr habt meine Schafe zerstreut und versprengt und habt euch nicht um sie gekümmert.“ (Jer23:2). Es handelte sich um die falschen Politiker, die nicht auf Gott vertrauten. König Nebukadnezar aus Assur hatte den König von Juda nach Babylonien deportiert und durch den farblosen Zidkija ersetzt. Dieser wurde von Hofpropheten zu einer nationalistischen Politik gedrängt. Jeremia aber ahnt, dass ein Aufbegehren gegen das mächtige Assur böse enden muss. Der Prophet Jeremia klagt das Regime und dessen Ratgeber als falsche Hirten an. Wenn die Hirten Israels nicht auf Jahwe, den Gott Israels, vertrauen, kann Israel keinen Frieden und keine Einheit bekommen.
Das Volk Gottes war zerstreut und versprengt. Es gab keine Einheit. Es gab eine Partei pro Assur und eine andere, die nationalistisch war. Gegen den Wind predigte Jeremia, dass es Gottes Wille war, dass das Volk Israel gegenwärtig unter der Herrschft Assurs lebte. Die falschen Propheten predigten dagegen.
Durch den Propheten Jeremia verspricht Gott seinem Volk, dass er ihm einen wahren Hirten schicken werde, der sein Volk wieder zusammenführen wird und ihm Frieden schenken wird. Die schlechten Hirten und falschen Propheten aber werde Gott zur Rechenschaft ziehen.

B. Jesus, der verheißene gute Hirte
Liebe Schwestern und Brüder, der Prophet Jeremia versprach dem Volk Israel schöne Zeiten. Gott werde für David einen gerechten Spross erwecken. Er werde als König herrschen und weise handeln. Er werde für Recht und Gerechtigkeit im Land sorgen. Während seiner Herrschaft werde das Südreich Juda gerettet werden und Israel werde in Sicherheit leben.
Dieser verheißene gute Hirte ist im heutigen Evangelium Jesus, der Sohn Davids. Jesus kümmert sich um das Wohlergehen des Volkes Israel. Die Jünger Jesu, die als Missionare unterwegs waren, kehrten zurück. Sie waren sehr müde. Er als guter Hirte lud sie ein zu einem einsamen Ort, wo sie sich erholen konnten. Jesus als ein guter Hirte kannte die Schwachheit seines Volkes, er wusste auch, was die Schafe Gottes brauchen. Als er und seine Jünger mit dem Boot unterwegs waren und ans Ufer des Sees kamen, wurden sie schon von einer großen Menge Menschen erwartet. Sie wollten Jesus predigen hören und von ihm geheilt werden. Jesus schaute auf sie: Sie waren wie Schafe ohne Hirten. Als ein guter Hirte lehrte er sie lange. Für Jesus ist jedes Schaf wichtig, und er hat Zeit für alle. Er kümmert sich um Gottes Volk. Jesus war wirklich der gute Hirte, den der Prophet Jeremia verkündet hatte.
Ein guter Hirte ist selbstlos. Er will sich nicht von den Schafen bedienen lassen, sondern ist bereit, sein Leben für die Schafe hinzugeben. Jesus als guter Hirte versucht auch, Gottes Volk zusammenzuhalten. Vor seinem Tod betete Jesus zu seinem Vater um die Einheit des Volkes Israel. Er sagte: „Solange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ging verloren, außer dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllt. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“ (Joh 17:12, 21)

C. Einladung zum Streben nach Versöhnung und Frieden
Liebe Schwestern und Brüder, unsere Welt ist voller Spannungen. Unsere Welt ist gespaltet in verschiedene Ideologien. Es gibt in unserer Welt viele Menschen, die unter Krieg leiden müssen. Viele Menschen haben Angst vor dem Tod. Viele Menschen leiden unter Hunger und großer Armut. Viele Menschen sind krank und haben keine Aussicht auf Heilung. In einigen Gegenden der Welt wohnen Menschen, die im Überfluss leben, und manche sind trotzdem unglücklich. Es gibt eine Sehnsucht nach Versöhnung und Frieden überall in der Welt. Woher soll diese Versöhnung und dieser Frieden kommen? Die heutige zweite Lesung will uns lehren, dass nur Jesus Christus uns Versöhnung und Frieden bringen kann. Er ist der Stifter von Versöhung zwischen Juden und Heiden, zwischen Christen und Nicht-Christen, zwischen Konservativen und Liberalen, zwischen den Reichen und den Armen. Nur Jesus kann sündhafte Strukturen heilen; nur Jesus kann Auseindersetzungen beenden, nur Jesus kann Menschen mit Gott versöhnen, weil er für uns gestorben ist, um uns Versöhnung und Frieden zu schenken. Sein Tod am Kreuz für alle Menschen zeigte, wie universal Gottes Liebe ist und wie Gottes Liebe das Böse überwinden kann. Der heilige Paulus sagt, Jesus hat in seiner Person die Feindschaft getötet (Eph 2:16). Mit Jesus also sind Versöhnung und Frieden unter den Menshen möglich. Wir sind eingeladen, wie Jesus gute Hirten zu werden und Versöhnung und Frieden in der Welt zu stiften.

Die Mission der Kirche ist auf die geistliche Vollmacht Jesu gegründet

26 Jul

15. JULI 2018 , 15. SONNTAG IM JAHRESKREIS

Thema: Die Mission der Kirche ist auf die geistliche Vollmacht Jesu gegründet
1. Am 7,12–15: Der Prophet Amos redet nicht, um Brot zu verdienen.
2. Ps 85,9–14: Erweise uns, Herr, deine Huld, und gewähre uns dein Heil.
3. Eph 1,3–14 Loblied auf den Heilsplan Gottes
4. Mk 6,7–13 :Die Aussendung der zwölf Jünger, um christliche Hausgemeinden zu gründen..

Ziel:. Wir sind eingeladen, an der Vollmacht Jesu teilzunehmen, um christliche Gemeinden zu gründen.

Liebe Schwestern und Brüder, die Kirche ist eine Frucht der Evangelisierung und der Verkündigung des Evangeliums an die Menschen. Die heutige Liturgie will uns lehren, dass die Kirche nicht auf materiellen Besitz gegründet ist, sondern auf das Fundament der geistlichen Vollmacht Jesu. Der Ruf zur neuen Evangelisierung nach Gottes Heilsplan bedeutet, dass wir an der Vollmacht Jesü teilnehmen sollen, um wieder christiche Gemeinden zu gründen.

A. Die erste Evangelisierungsmission Jesu
Liebe Schwestern und Brüder, unsere Kirche ist eine Missionskirche seit ihrer Gründung. Jesus wurde von seiner Heimat abgelehnt und von Judaismus nicht wahrgenommen. Nach seinem Tod und seiner Auferstehung sandte Jesus seine Jünger aus: „Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“ (Mk 16:15). Vor dieser großen Aussendung hatte Jesus seine Jünger schon zu einer kleinen Mission gesandt. Wer von Jesus gesandt ist, soll nicht allein gehen. Die Verkündigung des Evangeliums braucht Team-Arbeit. Jesus sendet seine Jünger im heutigen Evangelium zu zweit. Warum zu zweit? Die Verkündigung des Evangeliums bedeutet, die Frohbotschaft Jesu zu bezeugen. Und um wahres Zeugnis zu geben, braucht es wenigstens zwei Zeugen.
Wer hinausgesandt wird, braucht keinen Vorrat mitzunehmen. Er braucht zum Beispiel kein Vorratsgeld, keine Kleider zum Wechseln und keine vorgebuchte Wohnung. Er ist als Wanderprediger wie Jesus selber ausgesandt. Jesus selber sagte zu einem Mann, der ihm nachfolgen wollte, dass Er keinen Ort habe, wo er sein Haupt hinlegen könne (Mt 8:20). Die Wohnung ist nicht gesichert, aber es wird sicherlich Menschen geben, die die Jünger einladen. Sie müssen aber anspruchlos sein. Jedes Team muss in dem Haus, in das es eingeladen ist, bleiben. Hier soll das Team eine gläubige Hausgemeinde gründen. Es geht um persönliche Verkündigung. Jesus gab seinen Jüngern keinen materiellen Vorrat mit, sondern nur den geistlichen Vorrat. In seinem Namen sollen sie die unreinen Geister austreiben, die Kranken heilen und die Menschen zur Umkehr rufen.
Wenn aber die Familien in einem Dorf die Jünger Jesu nicht einladen oder nicht auf sie hören, sollen die Junger Jesu weiterziehen in andere Dörfer. Ablehung in einem Dorf bedeutet nicht das Ende der Mission, sondern eine Gelegenheit, die Mission weiterzuführen. Ablehnung und Verfolgung sollen immer Anlass sein, die Mission weiterzuführen. Die Verfolgung der Christen in Jerusalem zum Beispiel (Apg 7:1-8:3) gab ihnen die Gelegenheit, die Verkündigung des Evangeliums außerhalb Jerusalems nach Judäa, Samarien und bis nach Äthiopien (Apg 8:4 – 12: 23 ) weiterzuführen.

B. Die Mission ist nicht zu verstehen als Aufforderung von Gott, sich das Brot zu verdienen
Liebe Schwestern und Brüder, die heutige erste Lesung will uns lehren, dass derjenige, der von Gott gesandt ist, nicht zu den Leuten geht, um sich damit sein Brot zu verdienen.. Der Prophet Amos wurde von Gott berufen,, im Land Juda die Botschaft zur Umkehr zu verkünden. Er selber war Viehzüchter. Er musste diesen Beruf schnell verlassen, um seine Berufung als Prophet Gottes auszuüben . Der Prophet Amos bestätigte seine Berufung mit diesen Worten: „Gott, der Herr, spricht / wer wird da nicht zum Propheten?“ (Am 3:8). Der Prophet Amos also war kein Berufsprophet, wie viele andere in seiner Zeit, deren Aufgabe es war zu sagen, was dem König oder dem Volk Israel gefällt. Amos hat des Wort Gottes zu verkünden.
Der Priester Amazja am Königshof sagt dem Propheten Amos, in Bet-El dürfe er nicht als Prophet reden, sondern er solle nach Juda gehen und das Volk zur Umkehr aufrufen und dort sein Brot verdienen.
Liebe Schwestern und Brüder, es gibt noch heute Menschen, die wie der Priester Amazja denken: dass es bei einem Priester oder einer Ordensschwester oder einem Ordensbruder um einen Beruf geht, der die Existenz sichert. Und deshalb sind heute in unserer Gesellschaft nur wenige Menschen bereit, Priester oder Ordensfrau oder Ordensmann zu werden, denn es gibt viele andere Berufe, in denen man besser sein Brot verdienen kann. Der Prophet Amos sagt uns, dass er kein Berufsprophet ist. Im heutigen Evangelium sendet Jesus seine Jünger aus ohne Vorrat und Versicherung für ein gutes Leben. Er will uns damit sagen: Wer Gottes Botschaft in die Welt trägt, wird sein Brot nicht von Menschen, sondern von Gott erhalten. Gott wird es so fügen, dass es Menschen gibt, die bereit sind, Gottes Boten einzuladen und ihnen Essen zu schenken. Wer von Gott gesandt ist, muss frei bleiben, um Gottes Wort zu verkünden und ohne Furcht sein Brot zu verdienen. Ein Gesandter Gottes hat eine Berufung, Gottes Worte zu verkünden, und seine Mission ist kein Beruf zum Geldverdienen. Die Mission Jesu ist also nicht auf materiellen Reichtum gegründet, sondern auf die geistliche Vollmacht Jesu, die Er seinen Jüngern und heutzutage den Dienern seiner Kirche gegeben hat. Unsere Kirche wird weiterexistieren, auch ohne Geld. Wer zum Beispiel denkt, dass die Kirche ohne Kirchensteuer sterben wird, der denkt falsch. Das Fundament der Kirche ist die geistliche Vollmacht Jesu und nicht das materielle Vermögen.

C. Gottes Heilsplan: Die weltweite Mission der Kirche
Liebe Schwestern und Brüder, die heutige Liturgie handelt auch von Gottes Heilsplan, um alle Menschen zu vereinen in Jesus Christus. Nach dem Fall von Adam und Eva versprach Gott, die Menschen von der Erbsünde zu befreien. Gott versprach Abraham nach der bestandenen Probe, dass durch seine Nachkommen alle Völker der Erde gesegnet würden, weil Abraham auf die Stimme Gottes gehört hatte.(Gen 22:18). Dieser Heilsplan Gottes wurde in Jesus Christus erfüllt. Jesus ist der Nachkomme Abrahams, und durch ihn ist die Versöhnung der ganzen Welt mit Gott möglich geworden. Jesus sandte nach seiner Auferstehung seine Jünger in die Welt: „Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe“.(Matt 28:19-20) . Der heilige Paulus beteiligte sich an dieser Mission Jesu. Heute sagt er uns in der zweiten Lesung: „Durch ihn (Jesus Christus) habt auch ihr das Wort der Wahrheit gehört, das Evangelium von eurer Rettung..“ Liebe Schwestern und Brüder, unser Empfang des Heiligen Geistes durch die Taufe und Firmung ist schon der erste Anteil des Erbes unserer Erlösung. Gottes Heilsplan hat mit Abraham begonnen, und durch Jesus Christus werden alle Menschen in allen Ländern der Welt Gottes Heil erfahren.
Liebe Schwestern und Brüder, heute ist unsere Gesellschaft wie nie zuvor unchristlich geworden. Es braucht eine neue Evangelisierung. Wir, die wir hier sind, sind alle eingeladen, die Vollmacht Jesu anzunehmen uud christliche Gemeinden zu gründen. Wir, die heutigen Jünger Jesu, sind gesandt, in unserer Umwelt, in unserer Nachbarschaft die Frohbotschaft Jesu zu verkünden und damit christliche Hausgemeinden und christliche Familien zu gründen.