Jesu Juenger sein fordert Selbstverleugnung

3 Sep

Source: Jesu Juenger sein fordert Selbstverleugnung

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Jesu Juenger sein fordert Selbstverleugnung

3 Sep

GLEICHEN WIR UNS NICHT DIESER WELT AN

22. Sonntag im Jahreskreis A: 03.Sept 2017

Thema: Jesu Juenger sein fordert Selbstverleugnung
1.Jer 20,7–9 Das Wort des Herrn bringt mir den ganzen Tag nur Spott und Hohn.
2.Ps 63,2–6.8-9 R: Meine Seele dürstet nach dir, mein Gott.
3.Röm 12,1–2 Vom Leben der Glaubenden: Gleicht euch nicht dieser Welt an.
4.Mt 16,21–27 Von Nachfolge und Selbstverleugnung

Ziel: Wir Christen sollen das im Sinn haben, was Gott will, nicht was die Menschen wollen.

Einfuehrung
Liebe Schwestern und Brueder, die heutige Liturgie handelt von unserer Berufung, Gottes Willen zu tun. Wer Gottes Willen tut, soll auch bereit sein, sich verspotten und verhoehnen zu lassen wie der Prophet Jeremia. Wer Jesus nachfolgen will, soll sich nicht dieser Welt angleichen, sondern das im Sinn haben, was Gott will, nicht, was die Menschen wollen. Jesu Juenger sein fordert uns also zur Selbstverleugnung auf, um das ewige Leben zu erlangen.

A. Ein wahrer Prophet sein erfordert Selbstverleugnung
Liebe Schwestern und Brueder, die heutige erste Lesung berichtet von der Berufung des Propheten Jeremia, der sich in Schwierigkeiten und in der Krise seiner prophetischen Berufung befindet. Der Prophet Jeremia wollte ein Privat-Mensch bleiben. Er wollte nicht gegen sein Volk predigen. Aber er wurde von Gott berufen, seinem Volk Gottes Wort zu verkuenden. Haette Jeremia eine Chance gehabt, dann haette er auf seinen Prophetendienst verzichtet. Aber wer von Gott berufen ist, der muss Gott auch gehorchen. So musste Jeremia seinem Volk staendig ins Gewissen reden und Katastrophen androhen, weil es viele Missbraeuche im religioesen und sozialen Leben gab. Doch weil das, was er angedroht hatte, nicht sofort passierte, wurde er mit Spott und Hohn bedacht. Der Prophet Jeremia verstand seine Berufung als Bedrohung, und trotzdem konnte er seinen Dienst nicht aufkuendigen. Der Ruf Gottes brannte in ihm wie Feuer. Er musste sich also verleugnen, um Gottes Willen zu tun.

B. Jesu Nachfolge fordert Selbstverleugnung
Liebe Schwestern und Brueder, Jesus fordert im heutigen Evangelium, dass derjenige, der ihm nachfolgen will, sich selbt verleugnen soll. Jesus verkuendet den Juengern sein Leiden, sein Sterben und seine Auferstehung, aber Petrus, der alle Juenger Jesu repraesentiert, will das nicht zulassen. Die Juenger Jesu hatten die Vorstellung, dass Jesus triumphierend in Jerusalem einziehen und dort zum Koenig gemacht werden sollte. Die Juenger Jesu erwarteten Erfolg und Freude in Jerusalem, nicht Leiden und Tod ihres Meisters. Jesus aber weist Petrus mit sehr starken Worten zurecht: „Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen.“ Die Meinung des Petrus ist den Worten Satans am Berg der Versuchungen vergleichbar, wo Satan von Jesus forderte, ihn anzubeten, um ihm dann die ganze Macht der Erde zu geben. Jesus sagte zu Satan, dass man nur Gott anbeten solle, also nur Gottes Willen tun solle. So lautet auch die gleiche Antwort im heutigen Evangelium: Petrus muss im Sinn haben, was Gott will, nicht, was die Menschen wollen. Um Gottes Willen zu tun, muessen Menschen, die Juenger Jesu werden wollen, sich selbst verleugnen und ihr Kreuz auf sich nehmen. Um sein Leben zu retten, muss man erst dieses irdische Leben verlieren, so fordert es Jesus. Dieser Weg, Leid und Tod um Gottes Willen auf sich zu nehmen, wird den Menschen Erfolg und Freude bringen, denn Gott wird sie von den Toten auferwecken zum ewigen Leben. Jesus selber musste diesen Weg gehen, um das ewige Leben fuer uns zu gewinnen. Dem Weg des Erfolgs im Reich Jesu steht die Logik des Erfolgs in dieser Welt gegenueber. Der Weg des Erfolgs im Reich Jesu ist ein Weg der Schwachheit gegen die Maechte dieser Welt, der oft verspottet und verhoehnt wird. Aber es ist der Weg, der die Menschen zum Erfolg und zum ewigen Leben fuehrt.

C. Gleichen wir uns nicht dieser Welt an
Liebe Schwestern und Brueder, wir Christen leben auf dieser Welt, aber unser Lebensstil soll zeigen, dass wir nicht von dieser Welt sind, sondern dass unsere wahre Heimat das Himmelreich ist. Der heilige Paulus mahnt uns in der heutigen zweiten Lesung, uns nicht dieser Welt anzugleichen. Wer sich dieser Welt angleicht, wird sein Leben verlieren, wie es im heutigen Evangelium steht. Wer sich nicht dieser Welt angleicht, soll bereit sein, sein Leben als ein heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefaellt. Christen sollten also bereit sein, ihr Leben als Opfergabe Gott anzubieten. Es gibt zahleiche Beispiele von Maennern und Frauen, die, obwohl sie reich waren, auf ihr Vermoegen verzichteten, um Gottes Willen zu tun. Es gibt eine grosse Zahl von Menschen, die den Weg des Martyriums gegangen sind, um Gottes Willen zu tun. Es gibt auch heute Menschen, die auf die Ehe, auf Vermoegen und persoenliche Freiheit verzichten, um Gottes Willen zu tun als Ordensleute und Priester. Jeder Getaufte ist gefordert, sich nicht dieser Welt anzugleichen. Alle Getauften sind aufgefordert, Jesus nachzufolgen im Sinne der Selbstverleugnung.
Liebe Schwestern und Brueder, um Gottes Willen zu tun, sind wir berufen, uns selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen. Dies soll nicht nur gelten, wenn wir die Eucharistie feiern, sondern fuer alle Taten unseres Lebens. Das wird moeglich sein, wenn wir im Sinn haben, was Gott will, und nicht, was die Menschen wollen.

DIE MACHTHABER IM HAUS GOTTES SOLLEN DEN MENSCHEN VATER SEIN

29 Aug

DIE MACHTHABER IM HAUS GOTTES SOLLEN DEN MENSCHEN VATER SEIN
21. Sonntag im Jahreskreis A: 27.Aug 2017

Thema: Verwaltung und Rechenschaft im Haus Gottes
1.Jes 22,19–23 Eliakim wird für die Einwohner Jerusalems und für das Haus Juda ein Vater sein
2.Ps 138,1–3.6.8 R: Herr, deine Huld währt ewig. Lass nicht ab vom Werk deiner Hände.
3.Röm 11,33–36 Gott hat alle in den Ungehorsam eingeschlossen, um sich aller zu erbarmen
4.Mt 16,13–20 Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen

Ziel: Gott fordert Rechenschaft von allen, die ueber seine Gemeinde Macht ausueben.

Einfuehrung
Liebe Schwestern und Brueder, die heutige Liturgie lehrt uns, dass wir, die Getauften, zum Haus Gottes gehoeren. Wir sind durch die Taufe ein priesterliches, koenigliches und prophetisches Volk geworden. Wer die Leitung in Gottes Haus ausuebt, ist nur Stellvertreter Gottes. Wir sind Gottes Haus, weil Gott selber dieses Haus baut. Er selber waehlt die Menschen aus, um die Einwohner seines Hauses zu bedienen. Derjenige, dem Gott die Schluesselgewalt gegeben hat, sein Haus zu leiten, der soll auch bereit sein, Gott Rechenschaft zu geben. Gott erwartet, dass alle Getauften in der Gemeinde Verantwortung fuereinander tragen.

A. Ersetzung Schebnas und Einsetzung Eljakims in Gottes Haus
Liebe Schwestern und Brueder, die heutige erste Lesung handelt von der Leitung im Haus Gottes. Gott hatte David versprochen, ihm ein Haus zu bauen, weil David selbst Gott ein Haus bauen wollte (2 Sam 7:1-29). Kein Mensch kann ein Haus fuer Gott bauen. Aber Gott kann ein Haus fuer uns Menschen bauen. Deshalb sind Menschen immer Bewohner in Gottes Haus. Das Haus Davids aber, das Gott ihm bauen wollte, war kein gemauertes Haus, sondern das Volk Gottes. Aus diesem Volk Davids hat man den Messias erwartet, weil Gott versprochen hatte, dass dieses Haus kein Ende habe. Wer das Haus Davids leitet, ist nur Gottes Stellvertreter, wie David es war. Wer dieses Haus Davids leitet, hat also keine eigene Macht. Gott hat Vollmacht ueber dieses Haus. Deshalb ist es keine Ueberraschung, dass Gott durch seinen Propheten Jesaja den Palastvorsteher Schebna ersetzt, weil er kein guter Hirte war. Schebna hatte seine Macht missbraucht, um seine Interessen zu erreichen. Er hatte sich nicht um die Bewohner Jerusalems und das Haus Juda gekuemmert. Gott verspricht durch Jesaja seinem Volk einen neuen Leiter, einen neuen Hirten: Eljakim. Diesem neuen Hirten Eljakim will Gott die Schluesselgewalt geben. Er soll nach Gottes Willen sein Volk leiten und ihm dienen. So steht es in der ersten Lesung: Eljakim wird fuer die Einwohner Jerusalems und fuer das Haus Juda ein Vater sein.

B. Petrus als Leiter von Gottes neuem Volk
Liebe Schwestern und Brueder, Jesus, der Sohn Davids und der Sohn Gottes, will ein neues Haus, seine Kirche, aufbauen. Dieses Haus wird maechtiger als das Haus Davids sein, weil der Leiter dieses Hauses, Petrus, Jesu Vollmacht bekommen wird, um dieses Haus gut zu leiten. Diese Macht, einem Schluessel vergleichbar, wird alles auf dieser Erde oeffnen oder schliessen, was auch im Himmel geoeffnet oder geschlossen wird. Der Leiter dieses Gotteshauses, der Kirche Jesu Christi, ist Petrus. Petrus bekannte Jesus als Gottes Sohn. Nur Petrus hat das Privileg Gottes bekommen, Jesus so zu bekennen. Dieses Wissen ist dem Petrus gegeben worden, also hat Gott ihm schon das Wesen seines Sohnes offenbart. Was Petrus bekannt hatte, war die Wahrheit ueber Jesus. Jesus ist wirklich der Sohn des lebendigen Gottes. Und Jesus wird auf dieses Bekenntnis des Petrus seine Kirche bauen. Dieses neues Haus Gottes, das neue Volk Israel, wird nicht untergehen. Die Maechte der Unterwelt werden diese Kirche nicht ueberwaeltigen, weil Jesus selber diese Maechte der Unterwelt durch seinen Tod und seine Auferstehung ueberwunden hat. Er wird auch seine Kirche vom Heiligen Geist beschuetzen lassen. Petrus soll also ein besserer Hirte sein als Eljakim, weil ihm nicht nur die Kirche Gottes am Herzen liegt, sondern weil ihm auch ein groesserer Schutz fuer Gottes Volk zugesagt ist. Petrus also wird Stellvertreter des Messias Jesus sein. Er soll auch seine Brueder und Schwestern im Glauben staerken.

C. Paulus wundert sich ueber Gottes Weisheit fuer unsere Erloesung
Liebe Schwestern und Brueder, Gott wird die menschliche Schwachheit in Staerke verwandeln, um uns zu retten. Wir haben in der heutigen ersten Lesung gehoert, wie Gott den Palastvorsteher Schebna abberuft und den guten Hirten Eljakim als Leiter seines Volkes einsetzt. Auch Jesus ist gekommen, um uns Menschen zu retten, weil es keinen Menschen im Haus Israel gab, der nach Gottes Willen das Haus Israel von Suenden befreien konnte. Wegen dieser Schwachheit im Haus Israel hat Gott entschieden, uns seinen eigenen Sohn zu senden, damit wir von ihm lernen, Gottes Willen zu tun. Wer Gottes Willen tun moechte, muss ein guter Hirte sein, der sein Leben fuer die Schafe hingeben will. Jesus hat sein Leben fuer uns hingegeben, damit wir das Leben in Fuelle haben. Damit alle Menschen am ewigen Leben teilhaben, hat Jesus seine Kirche gegruendet, die vom Heiligen Geist beschuetzt wird. Und er hat ihr eine Leitung gegeben, der die Schafe am Herzen liegen. Diese Leitung wird in unserer Kirche vom Papst ausgeuebt. Heute sollen alle Menschen die Hoffnung haben, dass sie das ewige Leben erlangen, wenn sie nach Gottes Willen handeln. Der Apostel Paulus blickt in der heutigen zweiten Lesung auf unsere Erloesungsgeschichte und wundert sich, wie Gott alle in den Ungehorsam eingeschlossen hat, um sich aller zu erbarmen und sie ausfuehren.
Liebe Schwestern und Brueder, das Erbarmen Gottes werden wir erfahren, wenn wir verantwortungsvoll und rechtschaffen handeln vor Gott und der Kirche. Voraussetzung dafuer ist, dass wir uns zu Jesus Christus, dem Haupt der Kirche, bekennen. Voraussetzung ist auch, dass wir unsere Aufgaben in unserer Gemeinde erfuellen. Gott fordert Rechenschaft von allen, die in seiner Gemeinde mit Aufgaben betraut sind. Er erwartet von uns, dass wir einander dienen sollen – wie ein guter Vater seinen Kindern dient.

JESUS WILL UNS MIT LEIB UND SEELE IN DEN HIMMEL AUFNEHMEN

20 Aug

JESUS WILL UNS MIT LEIB UND SEELE IN DEN HIMMEL AUFNEHMEN

Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel 15.Aug 2017

Thema: Die zu Jesus gehoeren, werden mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen

1.Offb 11,19a; 12,1–6a.10ab: Die Frau gebar einen Sohn, der über alle Völker herrschen wird.
2.Ps 45,10–12.16: R: Selig bist du, Jungfrau Maria, du thronst zur Rechten des Herrn.
3.1 Kor 15,20–27a: Eine Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, alle, die zu ihm gehören.
4.Lk 1,39–56: Maria besucht Elisabet: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen.

Ziel: Wer Jesus empfaengt und traegt und an ihn glaubt, erhaelt Gottes Schutz und wird wie Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen werden am Letzten Tag.

Einfuehrung
Liebe Schwestern und Brueder, heute feiert die ganze katholische Kirche die Aufnahme Mariens in den Himmel. Wir glauben, dass Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde, weil Sie den Sohn Gottes in ihrem Leib empfangen, getragen und geboren hat. Wir glauben, dass wir durch die Taufe Jesus empfangen haben und seine Wohnung geworden sind. Jesus wird auch uns, wie Maria, in den Himmel mit Leib und Seele am Letzten Tag aufnehmen.

A. Die Frau gebar einen Sohn
Liebe Schwestern und Brueder, die heutige erste Lesung aus der Offenbarung des Johannes will uns zeigen, dass Maria einen besonderen Schutz gegen den Drachen erhielt, weil sie den Sohn Gottes in ihrem Leib trug. Gott konnte nicht erlauben, dass der Drache seinen Sohn verschlingen sollte, sobald er geboren war. Maria und das Kind Jesus wurden vor dem Drachen beschuetzt. Dieser Drache ist ein Symbol der Macht des Todes. Maria konnte nicht mit ihrem Kind sterben, weil dieses Kind symbolischerweise das Wort Gottes bedeutet, durch das Gott alles geschaffen hat. So steht es im Johannes-Evangelium: „Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen“ (Joh 1,3-4). Deshalb sehen wir Maria umgeben von der Sonne, dem Mond und den Sternen. In Maria sieht man also eine neue Schoepfung. Sie ist neu geschaffen, und deshalb ist sie ohne Erbsuende. Von ihr kommt das Licht, das die ganze Welt erleuchtet. Diese Frau, die Maria heisst, ist voll Gnade, weil Gott sie von Anfang an auserwaehlt hatte, Mutter ihres Sohnes zu werden.

B. Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen
Liebe Schwestern und Brueder, die Wuerde der seligen Mutter Gottes wird im heutigen Evangelium sofort von Elisabet erkannt, als Maria sie besuchte. Mit dem Kind Jesus in ihrem Leib war Maria keine normale Frau. Sie war der Tempel Gottes auf Erden. Mit ihr war auch der Heilige Geist Gottes. Maria gruesste Elisabeth, und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfuellt und bekannte Maria als die Gesegnete unter allen anderen Frauen. Keine andere Frau war mehr gesegnet als Maria. Diese Anerkennung kommt bei Elisabeth nicht aus eigenem Wissen, sondern vom Heiligen Geist. Maria ist so gesegnet, weil sie geglaubt hat, dass sich erfuellt, was der Herr ihr sagen liess.
Liebe Schwestern und Brueder, die Wuerde der seligen Maria entsteht aus ihrem Glauben an Gottes Wort. Und sie traegt dieses Wort in ihrem Leib. Dass dieses Wort Gottes auch Gott ist, bedeutet, dass Maria wirklich heilig war, weil sie den Allerheiligsten in ihrem Leib trug. Der Glaube an dieses Wort Gottes und das Tragen dieses Wortes machen Maria zu einer begnadeten Frau. Ihr Leib konnte also, weil er heilig war, nicht der Macht des Todes verfallen. Nach der Erfuellung ihres irdischen Lebens wurden sowohl ihr Leib als auch ihre Seele in den Himmel aufgenommen.

C. Eine Reihenfolge im Himmel
Liebe Schwestern und Brueder, Maria ist mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden, weil Jesus nach seiner Auferstehung der Erste im Himmel war. Jesus musste sterben, um den Tod zu ueberwinden, damit jeder, der zu ihm gehoert, auch von den Toten auferweckt werden soll. Jesus ist von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen. Maria, die mit Jesus so eng verbunden war, blieb mit ihrem Sohn auch verbunden in der Stunde des Todes, so dass sie sofort vom Tod errettet wurde. Wir, die Getauften, duerfen wissen, dass wir wirklich die Schwestern und Brueder Christi sind. Wir sind berufen, am oesterlichen Erbe Christi teilzuhaben. Weil wir zu Jesus gehoeren, werden wir auch mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen werden. Die Mutter Jesu ist unser Modell der Hoffnung auf das kuenftige Leben mit Jesus im Himmel, wenn Er mit seinem eisernen Zepter ueber alle Voelker herrschen wird. Liebe Schwestern und Brueder, das Fest Mariae Himmelfahrt staerke unseren Glauben an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

UNSER GOTT IS DER GOTT ALLER VOELKER

20 Aug

ALLE VOELKER HABEN PLATZ IN DER KATHOLISCHEN KIRCHE

20. Sonntag im Jahreskreis A: 20.Aug 2017

Thema: UNSER GOTT IS DER GOTT ALLER VOELKER

1.Jes 56,1.6–7: Verheissung an die Fremden und die Kinderlosen
2.Ps 67,2–3.5-6.8 R: O Gott, danken sollen dir die Voelker alle!
3.Röm 11,13–15.29–32: Die Errettung Israels
4.Mt 15,21–28: Die Erhoerung der Bitte einer heidnischen Frau

Ziel: Wir Christen sollten niemanden diskriminieren, weil unser Gott nicht an rassische oder kulturelle Grenzen gebunden ist.

Einfuehrung
Liebe Schwestern und Brueder, die heutige Liturgie will uns lehren, dass unser Gott der Gott aller Voelker ist. Wir Christen sollen niemanden diskriminieren, weil unser Gott nicht an rassische oder kulturelle Grenzen gebunden ist. Obwohl Gott zuerst das Volk Israel auserwaehlt hatte und es deshalb einen besonderen Platz in unserer Erloesungsgeschichte einnimmt, wollte Gott doch, dass durch sein Volk Israel alle Menschen erloest würden. Die Verheissung Gottes an Abraham und seine Nachkommen war nicht nur gemeint fuer die Israeliten, sondern auch fuer alle Voelker, die Gottes Willen erfuellen.

A. Der Gott Israels als Gott aller Voelker
Liebe Schwestern und Brueder, das Volk Israel, die Nachkommen Abrahams, haben einen besonderen Platz in der Geschichte unserer Erloesung. Gott hat Abraham versprochen, dass durch ihn alle Voelker Gott kennenlernen werden. Das Volk Israel aber sollte eine bestimmte Rolle spielen als eine auserwaehlte Nation mit priesterlicher, prophetischer und koeniglicher Verantwortung nicht nur fuer sich selber, sondern auch fuer alle Nationen. Leider war das Volk Israel oft eifersuechtig gegenueber anderen Nationen. Der Prophet Jona wollte zum Beispiel lieber, dass Ninive zerstoert wuerde, als dass es sich bekehren sollte. Deshalb wollte der Prophet Jona nicht in Ninive die Bekehrungsbotschaft verkuenden. Gott aber bestrafte Jona damit, dass er drei Tage im Bauch eines Fisches blieb. Danach musste er die Bekehrungsbotschaft verkuenden und wurde enttaeuscht, weil alle sich bekehrten und Gott ihre Stadt nicht zerstoerte, wie er angedroht hatte. Das Volk Israel machte es durch seine Gesetzesleher und Priester den anderen Nationen sehr schwer, Gottes Heil zu erfahren. Das Volk Israel glaubte, dass es allein erloest wuerde. Viele Propheten, wie zum Beispiel Jesaja, mussten das Volk Israel daran erinnern, dass Gott nicht an rassische oder kulturelle Grenzen gebunden ist, sondern sich auch von Nicht-Israeliten finden laesst.

B. Jesus als Erfuellung des Alten Bundes
Liebe Schwestern und Brueder, Jesus, der Sohn Gottes, kam in die Welt als Erfuellung des Alten Bundes. Durch ihm sollten alle Menschen Gottes Erloesung erfahren. Er aber ist davon ueberzeugt, dass diese Erloesung erst dem Volk Israel verheissen wurde. Im heutigen Evangelium kam eine heidnische Frau, eine kananitische Frau, zu ihm und bat ihn, ihre Tochter zu heilen. Jesus reagierte zunaechst als ein Israelit, dessen Mission es war, fuer die Israeliten da zu sein. Er wurde gesandt, um das verlorene Israel heimzufuehren, nicht die Heiden. Sein Dienst, dem Brot bei der wunderbaren Brotvermehrung vergleichbar, war dem Volk Israel gewidmet und nicht den Hunden. Der Evangelist Mathaeus will uns zeigen, dass Jesus wirklich ein wahrer Mensch war, erzogen in einer bestimmten Kultur. Jesus war aber trotzdem nicht auf die Kultur Israels eingegrenzt. Er war bereit, die Grenzen der Kultur zu ueberschreiten. Als die kananitische Frau ihm sagte, dass die Hunde die Brotreste vom Tisch ihrer Herren essen duerfen, dachte Jesus global. Seine Heilsmission galt auch fuer den Glauben ausserhalb des Hauses Israels. Jesus sagte deshalb zu dieser kananitischen Frau: „Frau, dein Glaube ist gross. Was du willst, soll geschehen.“ Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt. Von dieser Stunde an begann Jesus auch als Messias der Heiden aufzutreten. Auch in der Brotvermehrungsgeschichte wurde deutlich, dass es genug Brotreste gab fuer die Heiden. Also war Jesus nicht nur fuer die verlorenen Schafe Israels gesandt, sondern fuer alle Menschen, die verloren waren.

C. Paulus, nicht nur der Apostel der Nationen
Liebe Schwestern und Brueder, die Verkuendigung des Evangeliums fuer alle Nationen wird deutlicher am Beispiel des Apostels Paulus, des Apostels der Nationen. Wie Jesus, so begann auch Paulus immer seine Mission bei den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Er erfuhr aber dort Ablehnung. Sein Volk wollte sich nicht zu Jesus, dem Messias und Heiland, bekennen. Deshalb entschied sich Paulus, den Voelkern ausserhalb des Hauses Israel die Frohe Botschaft zu bringen. Er war traurig, dass das Volk Israel sich nicht zum Sohn Gottes, dem Sohn Davids, bekennen wollte, obwohl er der verheissene Messias war. Paulus aber war der Meinung, wenn das Volk Israel sich nicht zu Jesus bekannte, dann sollten doch auch die Heiden die Chance haben, an Jesus zu glauben. Paulus hoffte, dass am Ende der Zeit auch das Volk Israel an Jesus glauben werde. Deshalb sagt er in der heutigen zweiten Lesung: „Gerade als Apostel der Heiden preise ich meinen Dienst, weil ich hoffe, die Angehoerigen meines Volkes eifersuechtig zu machen und wenigstens einige von ihnen zu retten. Denn wenn schon ihre Verwerfung fuer die Welt Versoehnung gebracht hat, dann wird ihre Annahme nichts anderes sein als Leben aus dem Tod.“ Der heilige Paulus glaubte also an die Berufung des auserwaehlten Volkes und an das Erbarmen Gottes ueber alle Voelker.

D. Unsere Mission fuer alle Voelker
Liebe Schwestern und Brueder, die heutige Liturgie fordert uns auf, keine Diskriminierung in der Kirche zu dulden. Unser Gott ist der Gott aller Voelker. Auch diejenigen, die ausserhalb unserer Kirche stehen, sind erloesungsbeduerftig. Wir sollen hinausgehen zu allen Volkern, um das Evangelium zu verkuenden. Gleichzeitig sollen wir auch akzeptieren, dass jeder Mensch, der an Jesus glaubt, einen Platz in unserer Kirche hat. Denn unser Gott ist nicht an rassische oder kulturelle Grenzen gebunden.

Wir Christen sollen Vertrauen auf Gott haben

20 Aug

Der Kirche kommt Gegenwind entgegen, aber sie soll Vertrauen auf Gott haben

19. Sonntag im Jahreskreis A: 13.Aug 2017

Thema: Der Kirche kommt Gegenwind entgegen
1.1 Kön 19,9a.11–13a: Elija am Gottesberg Horeb: Ich allein bin übrig geblieben.
2.Ps 85, 9–14:R: Erweise uns, Herr, deine Huld und gewähre uns dein Heil!.
3.Röm 9,1–5 Paulus und Israel: Ich bin voll Trauer.
4.Mt14,22–33 Das Boot wurde von den Wellen hin und her geworfen wegen des Gegenwinds –: Habt Vertrauen

Ziel: Wir Christen sollen Vertrauen auf Gott haben, auch wenn wir trauern und Gegenwind erfahren.

Einfuehrung
Liebe Schwestern und Brueder, unserer Kirche kommt Gegenwind entgegen, weil Gottes Wege anders sind als unsere Wege. Oft ist das, was Gott will, das Gegenteil von dem, was wir wollen. Wer Gottes Willen tun moechte, muss bereit sein, gegen den Wind anzukaempfen. Er wird voll Trauer sein, weil viele Menschen nicht Gottes Willen tun wollen, um das ewige Leben zu erlangen. Sondern sie fahren mit dem Wind,, der die Menschen nicht ins ewige Leben fuehrt. Wir Christen sollen nicht in Angst leben, weil wir gegen den Zeitgeist handeln, sondern wir sollen Vertrauen auf Jesus haben, der bereit ist, uns zu retten.

A. Ich allein bin uebrig geblieben
Liebe Schwestern und Brueder, wer den Willen Gottes tut gegen den Zeitgeist, gegen den Wind unserer Zeit, der wird sich wie der Prophet Elija einsam fuehlen. Er kann auch versuchen sich zu verstecken, zu fluechten vor den Lebensbedrohungen und Verfolgungen. So hatte es der Prophet Elija gemacht. Er versteckte sich nach dem Kampf gegen die 450 falschen Propheten des Baals, die er umgebracht hatte, floh zum Berg Horeb und verstekte sich in einer Hoehle. Er war voll Angst. Er war in Lebensgefahr, weil die Koenigin Jezebel ihn toeten wollte. Gott erschien dem Propheten Elijah und fragte ihn: „Was willst du hier, Elija?“ Elija antwortete: „Mit leidenschaftlichem Eifer bin ich fuer den Herrn, den Gott der Heere, eingetreten, weil die Israeliten deinen Bund verlassen, deine Altaere zerstoert und deine Propheten mit dem Schwert getoetet haben. Ich allein bin uebrig geblieben, und nun trachten sie auch mir nach dem Leben.“ Der Prophet Elija hatte gegen die Untreue seines Volkes gekaempft, weil er voll Eifer fuer Gott eintrat. In diesem Kaempf verlor der Prophet Elija das Vertrauen auf Gott. Er kaempfte als Mensch und fuehlte, wie Gott ihn verlassen haette. Deshalb stieg er zum Berg Horeb hinauf, um Gottes Willen zu suchen.
Gott forderte Elija auf, aus seinem Versteck herauszukommen. Gott zeigte ihm, dass Gott machtvoller ist als Sturm, Erdbeben und Feuer. Der Sturm, das Erdbeben und das Feuer machen den Menschen Angst. Gott aber ist Herrscher ueber alles, was dem Menschen Angst macht. Gott ist auch machtvoller als die Koenigin Jezebel, die den Propheten Elija ums Leben bringen moechte. Der Prophet soll ruhig bleiben. Der Prophet soll auf Gott vertrauen. In Stille und Geborgenheit ist Gottes Frieden zu erfahren. Obwohl Gott den Sturm, das Erdbeben und das Feuer benutzen kann als Werkzeug seines Zornes, um die Menschen zu bestrafen, so will er doch lieber mit den Menschen in Stille sprechen. Der Ruf zur Umkehr ist nicht mit Zwang verbunden. Der Prophet Elija soll lernen, dass Gott den Menschen die Freiheit laesst, die Treue zu Gott zu halten. Wer Eifer fuer Gott hat, soll erkennen, dass er nicht allein ist, sondern dass Gott immer mit ihm ist.

B. Ich bin voll Trauer
Liebe Schwestern und Brueder, wir Christen sollten, wie der heilige Paulus in der heutigen zweiten Lesung sagt, voll Trauer sein, weil viele Menschen, auch unsere Verwandten, nicht auf Gottes Willen achten. Wer voll Trauer ist, weil viele Menschen nicht das Reich Gottes zum Ziel haben, der versucht immer wieder, seine Mitmenschen zur Umkehr zu bewegen. Der heilige Paulus trauerte, weil viele Israeliten, das Volk Gottes, den neuen Weg, den Jesus brachte, ablehnten. Wie der Prophet Elija, so war auch der heilige Paulus voll Eifer fuer Jesus. Der heilige Paulus bekannte sich zu Jesus als Heiland und Erloeser. Er wollte, dass alle Menschen in Jesus Christus ihre Erloesung erlangen. Viele Menschen ausser dem Volk Israel hatten sich zu Jesus als Gott und Erloeser bekannt. Sie wurden getauft im Namen Jesu und hatten den neuen Weg der Erloesung gewaehlt. Leider wollte sich das alte Bundesvolk nicht zu Jesus als Gottes Sohn, als Heiland und Erloeser bekennen.
Was konnte der heilige Paulus tun? Sollte er wie Elija gegen die unglaeubigen Israeliten mit Waffen kaempfen? Paulus will nicht so kaempfen. Er trauert. Sein Kampf ist Trauer, und sein Herz leidet unablaessig.
Liebe Schwestern und Brueder, wenn wir nichts mehr tun koennen damit unsere Mitmenschen an Jesus glaubten, sollten wir in Trauer bleiben. Wir sollten nie gleichgueltig sein den Unglauebigen gegenueber. Wer trauert, wird auch seinen Lohn erlangen. Wer trauert, wird getroestet werden.

C. Habt Vertrauen
Liebe Schwestern und Brueder, wir sind heute eingeladen, unser Vertrauen auf Jesus nicht zu verlieren, wenn wir gegen den Wind, gegen den heutigen Zeitgeist ankaempfen. Die Anfeindungen gegen Jesu Botschaft, die unsere Kirche lehrt, sind zahlreich. Die Kirche hat eine Mission: die Wahrheit ueber Gott, ueber die Welt und ueber die Menschen zu verkuenden. Diese Wahrheit oft macht viele Menschen in unserer Zeit genau so wie in frueheren Zeiten sehr unruhig, weil sie die Stimme der Kirche nicht mehr hoeren wollen. In vielen Laendern werden Christen ausgegrenzt und verfolgt. Vielleicht werden die Christen in dieser schwierigen Situation die Anwesenheit Jesu nicht erfahren, besonders wenn die Kirche wie ein Boot auf dem See von den Wellen dieser Welt hin und her geworfen ist. Wir sollten keine Angst oder Zweifel haben. Jesus ist Herr des Himmels und der Erde. Jesus hat die Vollmacht ueber alle irdischen Maechte. Die Wellen dieser Welt werden seine Kirche nicht versinken lassen. Jesus schlaeft nicht. Er wacht wie ein Waechter ueber seine Kirche. Er wird rechtzeitig kommen, uns zu retten.
Liebe Schwestern und Brueder, wir sollten Vertrauen auf Gott haben, auch wenn wir trauern und Gegenwind erfahren.

Die Verklaerung des Herrn zeigt uns, was wir erhoffen duerfen

20 Aug

Die Verklaerung des Herrn zeigt uns, was wir erhoffen duerfen

18. Sonntag im Jahreskreis A: 06.Aug 2017

Thema: Der Menschensohn Jesus ist Koenig ueber die ganze Erde

1.Dan 7,9–10.13–14: Dem Menschensohn wurden Herrschaft, Wuerde und Koenigtum gegeben
2.Ps 97,1–2.5–6.9: R: Der Herr ist König über die ganze Erde.
3.2 Petr 1,16–19:Die Verklärung – wir waren Augenzeugen seiner Macht und Groesse.
4.Mt17,1–9: Die Verklärung Jesu: Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hoeren.

Ziel: Wir sollen das Wort Jesu hoeren, damit wir Anteil erhalten an seiner Herrlichkeit.

Einfuehrung
Liebe Schwestern und Brueder, heute feiern wir die Verklaerung des Herrn Jesus Christus. Dieses Fest will uns lehren, dass Jesus der Menschensohn im Sinne der Propheten ist: Koenig ueber die ganze Erde, dessen Herrschaft niemals untergeht, dass Jesus aber zuerst leiden und sterben muss und danach von den Toten auferstehen wird. Die Verklaerung zeigt uns Jesus in seiner Herrschaft und Herrlichkeit nach der Auferstehung, die Verklaerung will uns ermutigen, Jesu Wort zu hoeren, damit wir Anteil erhalten an seiner Herrlichkeit.

A. Jesus ist der Menschensohn
Liebe Schwestern und Brueder, von der heutigen ersten Lesung lernen wir, dass Jesus der Menschensohn ist, den der Prophet Daniel in einer Vision gesehen hat. Dem Menschen- sohn wurden Herrschaft, Wuerde und Koenigtum gegeben. Alle Voelker, Nationen und Sprachen muessen ihm dienen. Seine Herrschaft ist eine ewige, unvergaengliche Herrschaft. Sein Reich geht niemals unter.

Liebe Schwestern und Brueder, das fleischgewordene Wort Gottes hat unter uns gewohnt als wahrer Mensch. Jesus war bekannt als der Sohn Josefs und Marias. Er hatte Bekannte und Verwandte. Als Wanderprediger und Wundertaeter wurde Jesus als Prophet bezeichnet. Viele kannten ihn nicht als Gottes Sohn. Nur Petrus wird ihn bekennen als den Sohn des lebendigen Gottes. Obwohl Jesus der Sohn Gottes war, musste er zuerst leiden und sterben, bevor er seine Herrschaft ueber der Erde erlangen sollte. Er sollte zuerst auch dem Willen seines Vaters gehorchen.
Die Juenger Jesu waren nicht bereit, an sein Leiden und Sterben zu glauben. Jesus hatte schon dreimal darueber zu ihnen gesprochen, aber die Juenger Jesu hatten nur gehofft, mit ihm nach Jerusalem zu gehen, um an seiner Herrschaft teilzuhaben. Sie hatten nicht geglaubt, dass Jesus in Jerusalem getoetet wuerde. Deshalb war es wichtig, dass Jesus einigen Juengern zeigte, dass er nach dem Sterben auferstehen werde und wahrhaftig seine Herschaft und Herrlichkeit erhalten werde. Der Prophet Daniel hatte schon vorhergesagt, dass seine Herrschaft ueber die ganze Erde niemals untergehen werde.

B. Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hoeren
Liebe Schwestern und Brueder, auch das heutige Evangelium will uns zeigen, dass Jesus wirklich Gottes Sohn war. In der Verklaerungsszene sehen wir die Propheten Mose und Elija mit Jesus zusammen. Mose war der von Gott eingesetzte Gesetzgeber des Volkes Israel. Elija repraesentierte alle Propheten des Alten Testamentes. Mose und Elija sprechen mit Jesus, der die Erfuellung von Moses Gesetz und der Propheten ist. Und aus der Wolke spricht eine Stimme: „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hoeren.“ Diese Worte waren nicht zu Mose und Elija gesprochen, sondern zu den Juengern Jesu, die auf dem Verklaerungsberg waren. Gott bestaetigt mit der Stimme aus der Wolke und durch diese Verklaerung Jesu, dass Jesus wirklich nicht nur ein Mensch ist, sondern Gottes geliebter Sohn, der dem Vater wohlgefaellt. Wer den Sohn sieht, der sieht auch den Vater. In dem Sohn ist Gott der Vater erkennbar. Wer auf Gott den Vater hoert, der soll auch auf seinen geliebten Sohn hoeren.

C. Wir waren Augenzeugen seiner Macht und Groesse
Liebe Schwestern und Brueder, wir sind eingeladen durch die Verkuendigung der Apostel, an Jesus als den Menschensohn und den auferstandenen Herrn zu glauben. Nicht viele Menschen hatten den auferstandenen Jesus getroffen. Nicht viele Menschen hatten mit ihm gegessen oder auch gesprochen. Nun ist der auferstandene Jesus den wenigen erschienen.
Was wir glauben, ist also der Glaube, der uns von den Aposteln ueberliefert ist. Dieser Glaube ist keine menschliche Vermutung. Dieser Glaube ist zu uns gekommen von Menschen, die Augenzeugen seiner Verklaerung waren, schon bevor Jesus getoetet wurde, und die ihn auch nach seiner Auferstehung gesehen hatten. Was wir also glauben, ist der wahre Glaube an Jesus als den Menschensohn, der fuer uns Menschen gestorben und von den Toten auferstanden ist, der als Herrscher im Himmel sitzt und kommen wird, um die Lebenden und Toten zu richten, und dessen Herrschaft kein Ende hat.

D. Wir sollen hoffen, an Jesu Herrlichkeit teilzuhaben
Liebe Schwestern und Brueder, die heutige Liturgie von der Verklaerung Jesu ist eine Einladung an uns Christen, an unseren zukuenftigen Weg zu denken. Wir Christen sind unterwegs auf dieser Erde. Wie Jesus, sollen wir auch bereit sein, unser Kreuz zu tragen. Dieses Kreuz oder das Leiden in diesem irdischen Leben ist nicht das Ende unseres Lebens. Jesus ist von den Toten auferstanden und sitzt jetzt an der Rechten seines Vaters. Wer auf sein Wort hoert und an ihn glaubt, der wird auch an seiner Herrlichkeit im Himmelreich teilhaben. Das Leiden dieser Welt sollte in unserem Leben keine Finsternis bereiten. Das Wort Christi soll uns ein Licht sein, damit wir immer seine Herrlichkeit schauen. Der auferstandene Jesus will uns eine Wohnung bei Gott schaffen und sie uns schenken.